Kurz gesagt
- Üblich sind Honorare zwischen etwa 15 und 30 Prozent des Bruttojahresgehalts – je nach Position, Suchaufwand und Anbieter.
- Wichtiger als die Prozentzahl: Wann wird bezahlt, gibt es eine Nachbesetzungsgarantie, und fallen Kosten an, wenn niemand eingestellt wird?
- Bei LupenRhein: 1,5 Bruttomonatsgehälter für Helfer, 2 für LKW-Fahrer und Fachkräfte – nur bei Erfolg, 50 % bei Vertragsunterzeichnung, 50 % nach 8 Wochen, 3 Monate Garantie.
Eine offene Stelle kostet jeden Tag Geld – durch Überstunden im Team, liegen gebliebene Aufträge oder Touren, die nicht rausgehen. Ein Personalvermittler soll dieses Problem lösen. Doch was kostet das eigentlich? Die Antwort hängt weniger an einer einzelnen Zahl als am Modell dahinter.
Die drei üblichen Honorarmodelle
1. Prozent vom Jahresgehalt. Das klassische Modell: Der Vermittler berechnet einen Anteil am Bruttojahresgehalt der eingestellten Person. Marktüblich sind etwa 15 bis 30 Prozent – bei Spezialisten und Führungskräften eher am oberen Ende. Bei einem Jahresgehalt von 42.000 € liegen Sie damit grob zwischen 6.300 € und 12.600 €.
2. Monatsgehälter. Inhaltlich ähnlich, aber leichter zu rechnen: Das Honorar beträgt eine feste Zahl von Bruttomonatsgehältern. Zwei Monatsgehälter entsprechen knapp 17 Prozent eines Jahresgehalts.
3. Festpreis oder Pauschale. Manche Anbieter nennen einen festen Betrag pro Stelle oder verlangen eine Pauschale vorab – unabhängig davon, ob am Ende jemand eingestellt wird. Hier lohnt der genaue Blick ins Kleingedruckte.
Worauf es wirklich ankommt
Die Prozentzahl allein sagt wenig. Vergleichen Sie Angebote anhand dieser Fragen:
- Nur bei Erfolg? Fällt das Honorar nur an, wenn Sie tatsächlich einstellen – oder gibt es Anzahlungen und Bearbeitungsgebühren?
- Wann wird gezahlt? Alles bei Vertragsunterzeichnung – oder in Raten, sodass Sie erst sehen können, ob die Person wirklich bleibt?
- Gibt es eine Garantie? Was passiert, wenn die Kraft in der Probezeit geht? Eine Nachbesetzungsgarantie schützt Sie vor doppelten Kosten.
- Was wird vorab geprüft? Führerschein, Fahrerkarte, Staplerschein, Zeugnisse – je gründlicher die Vorauswahl, desto weniger Fehlgriffe.
- Gibt es Rabatt bei mehreren Stellen? Gerade Unternehmen mit mehreren Standorten sollten danach fragen.
Was eine unbesetzte Stelle kostet
Bevor Sie das Honorar bewerten, lohnt eine einfache Gegenrechnung: Was kostet es Sie, wenn die Stelle drei Monate länger offen bleibt? Überstundenzuschläge, verlorene Aufträge, ausgefallene Touren, Stress im Team und eigene Recruiting-Zeit summieren sich schnell auf mehr als ein Vermittlungshonorar. Bei Engpassberufen wie LKW-Fahrern ist das besonders deutlich.
Unser Modell bei LupenRhein
Wir haben unser Paket bewusst einfach gehalten:
- 1,5 Bruttomonatsgehälter für Helfer und einfache Tätigkeiten, z. B. Lagerhelfer oder Produktionshelfer
- 2 Bruttomonatsgehälter für LKW-Fahrer und Fachkräfte, z. B. die Fachkraft für Lagerlogistik
- Nur bei Erfolg – kein Vorschuss, keine Pauschale
- Zahlung in zwei Teilen: 50 % bei Unterzeichnung des Arbeitsvertrags, 50 % nach 8 Wochen
- 3 Monate Nachbesetzungsgarantie
- Mengenrabatt ab 3 Einstellungen
Alle Preise verstehen sich zzgl. MwSt. Ihr verbindliches Angebot erhalten Sie schriftlich. Mehr zum Ablauf auf unserer Seite Personalvermittlung – bundesweit, siehe Personal bundesweit.
Und wenn ich erst testen möchte?
Dann ist Zeitarbeit mit Übernahme oft der bessere Weg: Die Kraft arbeitet zunächst über uns bei Ihnen, Sie zahlen nur geleistete Stunden, und nach 6 Monaten übernehmen Sie sie ohne Vermittlungsgebühr. Wann welcher Weg passt, erklärt unser Ratgeber Zeitarbeit oder Personalvermittlung?.
Rechenbeispiele: Was die Modelle konkret bedeuten
Wie unterschiedlich die Modelle ausfallen, zeigt eine einfache Rechnung mit Beispielgehältern:
| Position | Bruttomonatsgehalt | Unser Paket | Zum Vergleich: 20 % vom Jahresgehalt |
|---|---|---|---|
| Lagerhelfer | 2.600 € | 1,5 × = 3.900 € | 6.240 € |
| Fachkraft für Lagerlogistik | 3.100 € | 2 × = 6.200 € | 7.440 € |
| Berufskraftfahrer CE | 3.300 € | 2 × = 6.600 € | 7.920 € |
Alle Beträge zzgl. MwSt. Die Gehälter sind Beispielwerte; maßgeblich ist das im Arbeitsvertrag vereinbarte Bruttomonatsgehalt.
Ablauf und Zahlungszeitpunkte
- Auftrag: Wir legen mit Ihnen Anforderungsprofil, Gehaltsrahmen und Zeitplan fest. Es fallen noch keine Kosten an.
- Suche und Vorauswahl: Wir suchen in unserer Datenbank mit über 500.000 Kandidaten und unter 50–100 neuen Bewerbungen pro Tag, sprechen Kandidaten direkt an und prüfen Nachweise.
- Vorstellung: Sie lernen nur Kandidaten kennen, die passen. Auch hier: keine Kosten.
- Vertrag: Sie stellen direkt bei sich ein. Jetzt wird die erste Hälfte des Honorars fällig.
- Nach 8 Wochen: Die zweite Hälfte wird fällig. Scheidet die Kraft in den ersten 3 Monaten aus, suchen wir kostenlos Ersatz.
Wann sich ein Personalvermittler nicht lohnt
Ehrlich gesagt: nicht immer. Wenn Sie für eine Helferstelle über eigene Anzeigen schnell genug passende Bewerbungen bekommen, brauchen Sie keinen Vermittler. Auch bei kurzfristigem oder schwankendem Bedarf ist eine Vermittlung der falsche Weg – dann ist Zeitarbeit flexibler und schneller. Mehr dazu in Personal kurzfristig finden in Köln und Leverkusen.
Ein Vermittler lohnt sich vor allem dann, wenn eine Stelle seit Wochen offen ist, wenn die Position Nachweise verlangt, die Sie selbst schwer prüfen können (Fahrerkarte, Module, Schweißerprüfungen), oder wenn Sie mehrere Stellen an mehreren Standorten gleichzeitig besetzen müssen.
Stand: Oktober 2026. Die Marktspannen sind Orientierungswerte; unsere Konditionen gelten laut schriftlichem Angebot.
Fachlich geprüft von Cihan Yildirim, COO · Leitung Zeitarbeit